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Medizinische Abfälle im Abwasser

Medizinische Abfälle im Abwasser

Grundsätzlich ist es ja so, dass alle auf der Abwasserreinigungsanlage ankommenden Feststoffe von der Rechenanlage automatisch abgeschieden werden. Bei Wartungsarbeiten kommt es durchaus vor, dass das Betriebspersonal eine Einwegspritze mit Nadel oder Ähnliches in den Händen halt. Nicht auszudenken, wenn eine solche Nadel einen Handschuh durchbohrt und in die Haut eindringt- das Infektionsrisiko ist enorm. Bei den sogenannten Nassabfällen ist die Sache noch ein wenig schwieriger, da die Stoffe dort meist als Tröpfchen über die Atemluft, ähnlich einer Tröpfcheninfektion bei grippalen Infekten, aufgenommen werden und zur Erkrankung der Mitarbeiter/-innen führen können. Wahrscheinlich ist das WC auch oft der Entsorgungsweg für nicht verbrauchte bzw. abgelaufene Medikamente und sonstige Präparate. Man weiß, dass ein Großteil der Inhaltsstoffe von Medikamenten und auch Hormonpräparaten in den biologischen Abwasserreingungsanlagen nicht abgebaut werden können. Sie gelangen somit in die Gewässer, können dort Unfruchtbarkeit und Missbildungen bei Wasserorganismen und Fischen verursachen und gelangen schließlich wieder zurück in die Nahrungskette des Menschen.

Die richtige Entsorgung von medizinischen Abfällen aus dem privaten Bereich erfolgt ausschließlich über die Problemstoffsammelstelle der Gemeinde. Dies gilt auch für nicht verbrauchte- bzw. abgelaufene Medikamente und sonstige Präparate.

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