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Der Müll hat sich im Klo verrirrt

Tonnenschwere Klumpen, überhitzte Pumpen, hohe Kosten: Kanalisationen kämpfen gegen einen Eindringling, der nur harmlos scheint – das Feuchttuch. Doch auch sonst landet viel Falsches in der Toilette.

Innsbruck – Fürs Baby, das Gesicht oder die Badreinigung: Für jede Situation gibt es heutzutage Feucht- und Reinigungstücher. Da sie praktisch sind, verdrängen sie in immer mehr Haushalten das herkömmliche Klopapier, den Waschlappen und das Putztuch. Eine aktuelle Studie zu die- sem wenig appetitlichen The- ma der Montanuniversität Leoben belegt, dass die Ent- sorgungskosten von Feuchttü- chern fast dreimal höher sind als der Preis für die Tücher selbst. „Das Hauptproblem ist der hohe Kunstfaser-Anteil bei den meisten Feuchttüchern“, sagt Martin Wellacher, Leiter der Studie.

Es gilt nämlich: Je höher der Kunstfaser-Anteil bei den Trägermaterialien, desto reiß- fester und weniger abbaubar seien die Produkte. Da die Reißfestigkeit allerdings für viele Verbraucher zum Qualitätsmerkmal gehöre, seien „Naturfaser-Produkte von vornherein Mangelware zuhause sowie im Kanal.

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